Frühlingserwachen


Und wie jedes Jahr, da kann man ja immer den Kalender nach stellen, bricht sie an – die Zeit der blühenden Blümchen und knospenden Bäume, der angenehmen Temperaturen, der lieblichen und zwitschernden Singvögel, die schon früh am Morgen so ganz ohne zu fragen ihre sanfte Stimme… Schwachsinn! Nein, natürlich nicht. Es bricht die Zeit an, in der Rot-Weiss Essen nach Neuverpflichtungen Ausschau hält, die uns kommende Saison endlich ans Licht führen, sprich: an die Tabellenspitze, oder zumindest verdammt nah an diese heran. Das ist wirklich wichtig. Was habe ich mit Frühling zu tun.

Jetzt ist es natürlich nicht so, dass ich vom realen Transfergeschäft auch nur den Hauch einer Ahnung hätte. Ebensowenig wie Du, Sportsfreund [Sportsfreund(in), gendergerecht für Freaks] der [die, siehe da vorne] Du das hier gerade liest. Du, ich, wir haben allenfalls eine fundierte Meinung. Wir machen uns Gedanken, betrachten das Profil eines möglichen Neuzugangs bei Transfermarkt.de, freuen uns dann wie Bolle oder beißen auch schon mal vor lauter Unverständnis in die Tischkante.

Man geht natürlich davon aus (man. hofft. es.), dass die entsprechenden Verantwortlichen im Verein eben diesen Hauch einer Ahnung haben. Ob dies tatsächlich der Fall ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Oder besser – es steht mir eigentlich nicht zu. Dass die Erfolgsbilanz von Andreas Winkler, dem Sportlichen Leiter von Rot-Weiss Essen, bis jetzt nicht gerade als überaus eindrucksvoll zu bezeichnen ist, das ist wohl jedem klar. Innerhalb des Vereins, wie auch außerhalb. Aber eigentlich ist mir etwas ganz anderes wichtig – ich möchte endlich wieder Ruhe im Verein haben. Ich möchte nicht, dass alle 3, 4 oder 6 Monate eine neue „XYZ raus!!“-Brüllerei entsteht. Ich möchte Kontinuität, denn nur durch Kontinuität ist erfolgreiches und nachhaltiges Arbeiten möglich. Dazu kommt, dass nicht nur ein Sportlicher Leiter für etwaige Transfers steht. Da ist der Trainer mit in der Verlosung (den ich hier noch sehr lange sehen möchte, ich denke Sven Demandt passt gut zur Hafenstraße und hat ein gutes Auge) und ganz sicher noch die eine oder andere Person im Verein. Das ist alles keine One-Man-Show. Breche ich hier gerade eine Lanze für Andreas Winkler? Falls ja, das ist noch nicht mal der Plan gewesen.

Was mir aber ganz wichtig ist – bitte, liebe Verantwortliche bei RWE, achtet besonders auf die Charaktere möglicher Neuzugänge. Es zählt nicht nur das fußballerische Können. Klar, das steht wohl an erster Stelle. Aber mir bringt der beste Spieler nichts, wenn er sich als menschliche Flachpfeife darstellt. Sicher, man kann nicht immer nach ein oder zwei Gesprächen in den Kopf eines Menschen sehen. Aber man kann es versuchen. Und man kann sich seine Vita sehr genau ansehen. Denn die Sache ist die – wenn ich da unten eine charakterstarke Mannschaft auf dem Platz sehe, die trotzdem mal ein Spiel fürchterlich in die Tonne kloppt, dann kann ich damit ganz gut leben.

Mit einigen Spielen in dieser Saison, zum Beispiel dem letzten gegen Oberhausen, konnte ich nicht gut leben.

Viel Erfolg bei der Planung, bei der Zusammenstellung des Kaders. Auf gutes Gelingen und einen Haufen guter Jungs.

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