3. Liga, eine Bestandsaufnahme

Eine Bestandsaufnahme nach nur zwei Spieltagen? Ja, aber nicht rein sportlicher Natur. Dazu kommen wir kurz etwas später.

Nach 15 Spielzeiten Abwesenheit vom Profifußball trägt man als geneigter Anhänger von Rot-Weiss Essen die 3. Liga tatsächlich wie eine schöne Jacke, die 15 lange Jahre vergessen im Schrank hing und jetzt wieder tagtäglich und mit Freude getragen wird. Obwohl man als RWE-Fan schon von Hause aus und quasi von Geburt an mit einem äußerst gesunden Selbstbewusstsein ausgestattet ist („Wo wir sind, ist Profifußball!“), so ist die Gefühlslage seit dem 14. Mai dieses Jahres noch einmal einen Tacken stolzer. Denn schließlich sind wir jetzt wieder tatsächlich im reinen Profifußball vertreten und genießen das auch in vollen Zügen, respektive aus vollen, bisweilen sehr vollen Gläsern. Und das haben wir uns auch redlich verdient. Es war nicht unbedingt die beste Zeit unseres Lebens, als wir in den Niederungen der Regionalliga West… aber lassen wir das jetzt, endgültig. Der RWE ist wieder da, deutschlandweit, und das ist auch äußerst angenehm an dem Fakt zu bemessen, dass nicht nur mehr der lokale RevierSport regelmäßig im größeren Umfang über die Spiele und Ereignisse rund um die Hafenstraße berichtet, sondern auch wieder überregionale Medien. Ich bin da ganz ehrlich – ich genieße es außerordentlich, wenn mein Verein im bundesweiten Scheinwerferlicht steht. Was in den vergangenen Jahren eigentlich nur dann vorkam, wenn wir im DFB-Pokal hin und wieder für Furore und manchmal ein Favoritensterben sorgten. Rot-Weiss Essen strahlt, und das ist auch gut so. Und wichtig. Um zurück auf die wirklich schöne Jacke zu kommen: Ich möchte die jetzt gerne für den Rest meines fußballerischen Lebens tragen und bin zuversichtlich, dass das auch der Fall sein wird.

Was nach zwei Spieltagen sportlich anzumerken ist: In der zweiten Halbzeit des Kicks in Duisburg hat die Mannschaft gezeigt, dass sie den unbedarften Lauf in die Elversberger Kreissäge am ersten Spieltag an der Hafenstraße angenommen, verarbeitet und damit auch verdaut hat. Zwar hatte man als Zuschauer in weiten Teilen der ersten Hälfte ein Déjà-vu der unangenehmen Art, aber die Essener Spieler, die in der zweiten Hälfte auf dem Platz standen, haben das Vertrauen ins Team vollumfänglich zurückgezahlt. Wie auch immer jetzt die Startelf am Dienstag gegen Viktoria Köln aussieht, sie wird ihrer Aufgabe gerecht werden. Und unter uns – gegen den ersten Dreier hätte ich nichts einzuwenden. Nur der RWE.

PS: Jeder Spieler in einem Kader ist wichtig. Und alle zusammen sind Rot-Weiss Essen.

2 Kommentare zu „3. Liga, eine Bestandsaufnahme“

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