Fußball, Bier und das alles

Zwei Dinge, die für mich unzweifelhaft zusammengehören, sind der Fußball und das Stadionbier. Obwohl selbst auch Weintrinker (ich bin vor ein paar Jahren dazu übergegangen, Bier und Wein gleichermaßen zu schätzen, was vielleicht auch dem mittleren Alter geschuldet ist), so ist der Besuch eines Fußballspiels für mich – explizit natürlich an der Essener Hafenstraße – unweigerlich mit einem Becher Stauder verbunden. Dass ich als latenter Nichtraucher beim Fußball auch nicht auf die für mich obligatorischen Zigaretten verzichten kann, das finde ich selber ziemlich scheiße aber kann’s wohl nicht mehr ändern. Ich brauche pro Halbzeit eine Kippe, das ist leider in meiner Birne drin seit ich denken kann, also zu Rot-Weiss Essen gehe. Es beruhigt meine Nerven, und die wurden in den letzten rund 35 Jahren Hafenstraße mehr als nur einmal auf die Probe gestellt. Verabschieden wir uns also von dem Gedanken, dass Fußballblogger Vorbilder sein sollten. Ich bin es jedenfalls definitiv nicht, c’est la vie. Ich esse auch rohes Fleisch.

Nun stehen für Rot-Weiss Essen (Spitzenreiter Spitzenreiter hey, hey!) zwei Auswärtsspiele in zwei Städten/Stadien an, in denen es jeweils ein anderes Bier gibt, als an der Hafenstraße. Wie ganz Fußballdeutschland ja weiß, wird im Stadion Essen das Premium Pils der Privatbrauerei Jacob Stauder ausgeschenkt. Auch genannt – die kleine Persönlichkeit. Schon zurecht, denn der herbe Grundton ist überaus persönlich und mit einem hohen Wiedererkennungswert behaftet. Ein Stauder, selbst wenn du da kein großer Fan von bist, erkennst du in einer Blindverkostung immer ohne Probleme. Ganz im Gegensatz zum Beispiel zu einem Krombacher oder einem Bitburger, die für mich beide zur Sorte Einheitsbreibiere zählen. Die finde ich in etwa fast so dünn, belanglos und geschmacksneutral wie ein niederländisches Heineken, dem großen Langweiler unter den Pilsbieren. Nicht viel dahinter, wie blassgelbes Kranenberger, angereichert mit etwas Kohlensäure. Würde auch nicht besser werden wenn man es frittieren würde, wie nahezu alles in den Niederlanden. Aber kommen wir in diesem Kontext nun zu den beiden kommenden Auswärtsspielen, als da wären:

Köln. Die Zwote vom Effzeh. Nicht unbedingt die Stadt meiner Wahl. Köln ist mir einfach zu groß, auch viel zu hektisch. Überbewertet. Und dann erst dieses Bier. Ein Kölsch, egal aus welcher Brauerei, schmeckt für mich erstmal nach rein gar nichts. Selbst meine langjährige Devise – Ist es schön kalt, kann man es trinken – greift hier nicht im Ansatz. Ein Kölsch ist für mich einfach kein richtiges Bier, es ist eher ein fades Blubberwasser, welches mal ein Bier werden wollte aber über den Versuch nie hinausgekommen ist. Dazu ist das typische Kölschglas, die Stange, für mich und meine ziemlich großen Hände nur schwer zu greifen, die Haptik ist einfach nur schlecht.

Düsseldorf. Die Zwote von Fortuna. Als Stadt schon eher zu genießen, und auch das Bier. Ich gebe zu: im Sommer ein frisch gezapftes Alt beim Uerigen in der Altstadt, da sage ich aus Prinzip nicht Nein. Auch Füchschen oder Schlüssel, okay. Vielleicht noch eine Schweinshaxe beim Schumacher. Da ich aufgrund meines Wohnortes in meiner Jugend ziemlich oft in Düsseldorf war (…mit 18 rannt‘ ich in Düsseldorf rum… allerdings war ich kein Sänger in ’ner Rock ’n‘ Roll Band), konnte ich mit einem Alt als temporäre Alternative zum Pils schon immer ganz gut umgehen. Allerdings wirklich nur die Erzeugnisse der genannten kleineren Hausbrauereien, beim Frankenheim bin ich dann schon wieder raus. Letztendlich ist mir aber ein Pils respektive Stauder (auch sehr gerne das Helle Bierchen, da bin mittlerweile ein großer Fan von) näher, als alle Produkte aus Düsseldorf und vor allem eben aus Köln.

Worauf ich aber schlussendlich hinauswill: 6 Punkte in diesen beiden Spielen für Rot-Weiss Essen, und dann wieder ein gutes Stauder an der Hafenstraße gegen Alemannia Aachen. Richtung Aufstieg. Prost und nur der RWE.

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