The Thrill Of It All


Was ist das normalerweise für ein Großkampftag, wenn Rot-Weiß Oberhausen zum Farbenabgleich an die Hafenstraße kommt. Egal ob Liga oder Niederrheinpokal; wenn der unschöne Nachbar aus der etwas kleineren Stadt nebenan nach Essen kommt, dann ist ordentlich Stimmung in der rot-weissen Bude. Kicks gegen RWO, die streiche ich mir meist schon zwei Wochen vorher im Kalender rot an, nur um auch wirklich sicher zu gehen. Diese Spiele sind eine der doch eher wenigen Highlights, die wir in dieser Regionalliga haben. Nichts gegen Wiedenbrück, Lippstadt & Co., aber wenn Oberhausen oder auch Wuppertal oder Aachen an die Hafenstraße kommen, dann weiß man im Regelfall was man hat.

RWE vs. RWO, Finale Niederrheinpokal 2015

Das ganze Programm Hafenstraßengefühl eben. Spiele, auf die man sich wirklich uneingeschränkt freuen kann. Dazu kommt, dass ich Oberhausen irgendwie nicht besonders leiden kann. Das Einzige, was ich in meiner Erinnerung mit dieser Stadt im positiven Sinne in Verbindung bringe, das ist ein Konzert der Rolling Stones im Jahre 2003. Auch schon wieder 17 Jahre her.

Heute, da bin ganz ehrlich, sieht das für mich leider alles ein bisschen anders aus, ein bisschen trüber. Corona macht uns derzeit einen Strich durch die Stimmungsrechnung, und das nicht zu knapp. Statt wieder einmal 5.000, die gegen die Zweite von Fortuna Düsseldorf für eine mehr als akteptable – teils großartige – Stimmung sorgten, werden morgen nur 500 Zuschauer im Stadion Essen zugegen sein können. Inzidenzwert „sei Dank“. Dass der Verein Rot-Weiss Essen im Verbund mit der Stadt Essen ein sorgsam durchdachtes Hygienekonzept auf die Beine gestellt hat, welches gegen Düsseldorf auf wirklich allen Ebenen gegriffen und funktioniert hat, das spielt derzeit, bei diesen doch recht hohen Werten für die politischen Entscheider keine Rolle. Ich möchte dazu auch nicht mehr viel sagen, vielleicht nur eines: In 15 Minuten am Essener Hauptbahnhof fühle ich mich wesentlich unwohler, als 90 und mehr Minuten unter 5.000 ordnungsgemäß verteilten und achtsamen Zuschauern im Stadion an der Hafenstraße. Oder – ich fühlte mich explizit bei diesem Spiel außerordentlich gut aufgehoben. Aber wie gesagt, es bringt nichts, über diverse Entscheidungen zu lamentieren. Ich bin auch weder Virologe noch Politiker, und das ist gut so. Ich mache mir nur hin und wieder Gedanken, als Fußballfan.

Nichtsdestotrotz, Corona hin, Zuschauer her: Morgen kommt RWO, und der Fokus darf an diesem Tag nicht auf etwaigen Neben- oder Störgeräuschen liegen, nein, er muss auf der Mannschaft, auf diesem Spiel liegen. Denn wie eingangs erwähnt – Oberhausen mag ich einfach nicht.

Nur der RWE.

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