Qualitätsfußball


Am Samstag war es dann endlich soweit. Das vierte Ligaspiel für Rot-Weiss Essen, der zweite Sieg, und, ganz wichtig, weil darauf will ich eigentlich hinaus: Ein überzeugender Sieg mit einem klaren Ergebnis in Lippstadt, welcher auch noch um ein oder zwei Treffer höher hätte ausfallen können. Aber ein 3:0 auf des Gegners Platz, das nimmt man erstmal gerne und meckert nicht noch groß rum. Vor allem sehe ich diesen Auftritt samt Ausgang als eine kleine Wiedergutmachung für das vorherige Spiel, den Sieg gegen Ahlen, welches über weite Strecken eher dazu angetan war, mehrmals in die Handknochen zu beißen oder vor lauter Verzweiflung selbst auf den Platz zu wollen, obwohl man es ja eigentlich keinen Deut besser kann. In meinem Fall – gar nicht. Ja, ich weiß. Und ich sage es auch oft genug selbst, weil es für mich der wichtigste Fakt in diesem Sport ist: Fußball ist ein Ergebnisspiel. Und wenn eine Spielzeit ausschließlich aus dreckigen 1:0- Siegen besteht, dann nehme ich das dankend an und beschwere mich nicht über etwaige mangelnde Spielkunst à la brasilianische Nationalmannschaft. Ist so. Das Ergebnis steht über allem.

Natürlich muss man aber auch in diesem Fall etwas um die Ecke denken. Denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich eine Saison ausschließlich aus dreckigen 1:0-Siegen zusammensetzt. Oder aus dreckigen 3:2-Siegen, wie am Mittwoch gegen Ahlen. Denn dazu bräuchte man das Glück des Tüchtigen, welches aber irgendwann aufgebraucht ist, sowie ab und an die freundliche Mithilfe des Gegners. Aber auch darauf kann man sich leider nicht durchgehend verlassen. Es gilt also, gegen Mannschaften ein Mittel zu finden, die, wie Wiedenbrück und Ahlen, an der Hafenstraße ein Abwehrbollwerk errichten und fast ausschließlich auf Konter setzen. Und allein mit Kampf – den ich eh als Basic voraussetze – kommst du da nicht weit. Du musst das Spiel machen, es breit ziehen, den Gegner müde und mürbe spielen. Denn so wie Wiedenbrück und Ahlen, werden sich bis auf wenige Ausnahmen fast alle Teams an der Hafenstraße präsentieren. Und noch mal für die, die da immer sagen: „Ach, das sind nur Aufsteiger, gegen die müssen wir haushoch gewinnen!“ – nein, so einfach ist das nicht. Denn gerade diese Underdogs machen einem das Leben oftmals schwer, weil sie sich reinwerfen wie nie zuvor in ihrer Laufbahn, in ihrem Leben. Jedes Spiel ist harte Arbeit, und für jeden Kick braucht es den richtigen Matchplan. In Lippstadt, war das alles gegeben.

Am Freitag nun kommt die Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf an die Hafenstraße. Und man kann sich fast sicher sein, dass diese Mannschaft aus ihrem Selbstverständnis heraus zu denen gehören wird, die hier etwas anders auftreten werden, als Wiedenbrück oder Ahlen. Offensiver, fordernder, technisch anspruchsvoller. Und ich freue mich da eigentlich drauf. Denn ich glaube, dass dies unserer Mannschaft durchaus entgegenkommt. Eins noch – zu diesem Spiel werden die Tore im Stadion Essen wieder offiziell geöffnet, vorerst für 5.000 Zuschauer, die Dauerkartenerwerber. Wenn bis zum Ende der Woche nichts Außerplanmäßiges mehr passiert. Meine Bitte: Haltet Euch, sofern Ihr vor Ort seid, bitte an die noch zu kommunizierenden Auflagen, an die derzeit gültigen Hygienemaßnahmen. Denn dieses Spiel wird auch eine Art Testlauf sein, für einen hoffentlich positiven Verlauf dieser Saison in allen Belangen.

Nur der RWE.

2 Gedanken zu “Qualitätsfußball

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