Flashback


Rückblende: Heute vor ziemlich genau einem Jahr, spielte Rot-Weiss Essen gegen den 1.FC Kaan-Marienborn. An der Hafenstraße verweilten damals 5.087 Zuschauer mehr oder weniger freiwillig, um einem quälenden 1:0-Sieg einer überaus verunsicherten Mannschaft beizuwohnen. Hernach belegte man Rang 7 in der Tabelle, mit sage und schreibe 15 Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter. Am 20. Spieltag. Nachdem man ziemlich furios in die Spielzeit 2018/19 startete, folgte rasch der Einbruch. Für viele waren die Gründe offensichtlich, für einige unverständlich, für andere wiederum eigentlich gar nicht vorhanden. Ein Nachkarten gegen wen auch immer erspare ich mir, die Vergangenheit ist passé. Fakt – heute vor einem Jahr war die rot-weisse Welt in etwa so grau, wie die Aussicht am Gleis 12 an einen trüben Montagmorgen am Essener Hauptbahnhof.

Jetzt, rund ein Jahr später, am Freitag den 13. Dezember, empfängt Rot-Weiss Essen zum letzten Heimspiel des Jahres den VfB Homberg. Ein Gegner ähnlicher Güteklasse wie Kaan-Marienborn, aber wie sehr sich die Vorzeichen doch geändert haben. Keine Tristesse, keine Grautöne, selbst das ominöse Gleis 12 am Essener Hauptbahnhof wirkt auf einmal freundlich und einladend. Nun, im Rahmen dessen, was die eigene Phantasie so hergibt.

Im Stadion Essen erscheint regelmäßig, auch gegen die sogenannten „kleineren Gegner“, eine fünfstellige Kulisse. Und jeder Einzelne, jede Einzelne kommt aus tiefster Überzeugung und mit der größtmöglichen Vorfreude. Denn das, was diese Essener Mannschaft spielerisch wie auch kämpferisch auf den Rasen knallt, das ist das, wovon hier seit längerer Zeit geredet wurde, aber was man in den letzten Jahren eigentlich nie sah: Hafenstraßenfußball. Ein Gütesiegel, welches viel zu lange brach lag. Dazu befindet man sich heute, im Dezember 2019, in unmittelbarer Schlagdistanz zur Tabellenspitze. Und man sieht in jedem verdammten Spiel, wie scharf diese Truppe auf Erfolg ist.

Ich wollte das nur ganz spontan mal wieder in Erinnerung rufen, in wenigen Worten. Was heute ist, und was vor einem Jahr war. Und auch die Tatsache, dass der kommende Freitag ein 13. ist, kann mich nicht im Ansatz verunsichern. Und ganz sicher auch niemanden aus der Mannschaft. Denn Freitagabend an der Hafenstraße, das ist Flutlicht, Kampf und Hingabe. Ganz sicher nicht – Aberglaube. Diese Mannschaft bestimmt ihre Zukunft selbst, und niemand anderes sonst.

Nur der RWE.

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