Männerfußball


Große Aufregung mal wieder im Internet. Ihr kennt das. Vor allem auf Twitter, dem Empörungsnetzwerk Numero Uno. Dabei sind nur 5% aller Deutschen aktiv auf Twitter, aber das nur am Rande.

Was war passiert? Michael Zorc, Sportdirektor des BVB, erwähnte heute auf einer PK beiläufig, dass er von seinen Dortmunder Spielern erwartet, dass sie im anstehenden Match bei den Bayern „Männerfußball“ spielen. Dass sie auftreten wie „Kerle“. Und „Eier“ haben müssen.

Nun, wie vielleicht bekannt ist, bin ich ein großer Freund der ehrlichen und offenen Worte im Fußball. Ich mag es, wenn Fußballer, Trainer und Funktionäre so reden, wie sie wahrscheinlich auch denken. So, wie sie sich auch in der Kabine untereinander unterhalten. Ehrlich, offen und unverfälscht. Authentisch. Es gibt mittlerweile in diesem Gewerbe genug Handelnde und Beteiligte, die mich mit ihren belanglosen, immer gleichen und auf Hochglanz gebügelten Aussagen einfach nur noch zu Tode langweilen.

Stellen wir uns also jetzt die alles entscheidende Frage: Ist die Aussage, die Forderung Männerfußball im Fußball der Männer sehen zu wollen, in irgendeiner Form diskriminierend? Gegenüber dem von mir hochverehrten weiblichen Geschlecht? Meine Meinung – nein.

Denn wenn ich zum Beispiel sage, und ich sage das eigentlich immer, dass ich an der Hafenstraße Männerfußball sehen möchte (was in letzter Zeit Gott sei Dank fast immer vorkommt), dann habe ich gar keinen Frauenfußball als Vergleich im Kopf. Sondern Jugend- oder Jungenfußball, der sich in seiner körperlichen Komponente nun einmal von dem der ausgewachsenen Männer unterscheidet. Das ist alles.

Also, liebe Dauerempörte, die Ihr wie so oft nichts Besseres zu tun habt, als Euch über jeden Kleinscheiß aufzuregen: Die Forderung nach Männerfußball ist so normal, so selbstverständlich, wie man es sich in diesem Sport nur vorstellen und wünschen kann. Insbesondere an der Hafenstraße 97a zu Essen, aber auch an jedem anderen Standort. Also kommt bitte wieder runter, wir reden hier über Fußball. Und der muss ganz sicher nicht dreifach chemisch gereinigt werden.

3 Gedanken zu “Männerfußball

  1. Nun scheint aber Dauerempörte eher ein Ausbildungsberuf zu werden als daß diese Leute darüber nachdenken, worüber sie sich empören.
    Selbst drei Siebengescheite vom Westfälischen Anzeiger ,meinten neulich noch erklären zu müssen, daß der Begriff ja „aus der Zeit gefallen“ sei. Haben natürlich nichts Alternatives angeboten.
    Aber leider ist das der aktuelle Lauf der Zeit….

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    1. Catenaccio 07

      Da geht’s zuvorderst wohl um die allgegenwärtige und bisweilen völlig überzogene Political Correctness. „Männerfußball“, das ist für manche nicht divers, sondern patriarchatisch und anachronistisch. Meiner Meinung nach sollten sich diese wohlfeilen Damen & Herren ein anderes Hobby suchen. Beim Fußball sind sie einfach falsch.

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      1. Und mancherorts anderswo auch.
        Kollege hat einen Beitrag zur Frauern-WM gemacht. Von 70 FB-Kommentaren haben sich nur 2 mit dem Inhalt beschäftigt, der Rest war P.C.-Pöbeln. Dann hat er genau darüber einen Kommentar geschrieben und Probleme gehabt, daß er überhaupt gesendet wurde. Lief dann früh um 5…. Noch Fragen? 🙂

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