Das Beste kommt zum Schluss

Vorab: Es macht bedeutend mehr Spaß, einen positiven Blogeintrag zu verfassen, als einen negativen. Und Montage sind deutlich besser zu ertragen, wenn Rot-Weiss Essen am Wochenende gewonnen hat.


Der geneigte RWE-Fan hatte in den letzten Spielzeiten mit diversen Fallstricken zu kämpfen. Ein besonderes langer Strick war die gefühlte Tatsache, oder die reale Einbildung, dass die Essener Mannschaften der letzten Jahre so gut wie immer – oder meinetwegen sehr oft – Probleme bekamen, wenn es in die sogenannte Crunchtime ging. Diese Zeit ab etwa der 80. Minute, wenn es an die körperlichen wie mentalen Reserven geht; wenn ein Spiel in der Regel von dem Team zu seinen Gunsten entschieden wird, welches mehr Körner im Tank und im Kopf hat. Das war, nun ja, meistens nicht Rot-Weiss Essen.

Es hat sich anscheinend einiges geändert, an der Hafenstraße.

Wie schon beim 2:1 gegen die Zweitvertretung des BVB vor zwei Wochen, wurde auch beim gestrigen 2:1 gegen die Zwote des 1. FC Köln deutlich, dass dieses Problem aktuell der Vergangenheit angehört. Und dort auch hoffentlich bleibt.

Mal ehrlich: Kann sich jemand daran erinnern, dass zwei Heimspiele in Folge derart dramatisch und auf den allerletzten Drücker entschieden wurden? Und dann auch noch zu unserem Vorteil? Ich mich nicht. Es ist verdammt lange her, manche behaupten in der letzten Aufstiegssaison, dass da eine Mannschaft auf dem Platz stand, die offensichtlich zu 100% von sich selbst überzeugt ist. Die gar nicht daran denkt, ein Spiel nicht gewinnen zu können. Auch in der etwas hakeligen ersten Halbzeit, als man gegen ziemlich renitente Kölner noch nicht richtig ins Spielen kam, war dennoch zu sehen, dass diese Mannschaft mental schon sehr gefestigt ist. Und die zweite Halbzeit, ich glaube, da lehne ich mich nicht zu weit aus dem Fenster, gehört mit zum Besten, was man hier in den letzten 10, 15 Jahren begutachten konnte.

Auch ist eine kleine Lobhudelei auf Christian „Big“ Titz fällig. Bei ihm verfestigt sich mehr und mehr der Eindruck, dass er in jeder Minute eines Spiels ganz genau weiß, was zu tun ist und welche die richtige Entscheidung ist. Und dass er definitiv einen echten Plan hat. Für jedes einzelne Spiel, für die gesamte Saison. Hier gilt ebenfalls – ich muss lange bis ziemlich lange zurückdenken, um mich an einen Trainer dieses Formats hier erinnern zu können.

War das jetzt vielleicht einen Tacken zu optimistisch, zu sehr durch die rosarote Brille betrachtet? Nun, wie eingangs erwähnt – es macht tatsächlich mehr Spaß, positive Gedanken in die Tastatur zu drechseln. Und dieser Saisonauftakt war dafür wie gemalt. Wie bestellt und abgeholt.

Natürlich, auch die erste Delle wird irgendwann kommen, die erste Niederlage. Aber solange ich von dieser Mannschaft und von diesem Trainer überzeugt bin, und das bin ich, mache ich mir da keine allzu großen Gedanken. Denn dieses Team ist in sich jetzt schon dermaßen stabil, ist erkennbar eine homogene Einheit, dass es mit Rückschlägen umzugehen wissen wird und die passenden Antworten findet.

Nur der RWE.

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4 Gedanken zu “Das Beste kommt zum Schluss

  1. Weingenuss Calmont

    Ich bin auch der meinung,dass die jetztige Mannschaft zu den mit Abstand besten der letzten 2 Jahrzehnte gehört.
    Glaube aber auch,wenns mal alles komplett zusammenpasst,und auch nicht wieder ausseinandergerissen wird,da noch viel mehr geht.
    Es ist eine Mannschaft die Intelligent ist,und zudem nicht aufgibt.
    Jeder weiss genau was er will,und das ist wir gewinnen dieses Ding,für mich und für die Tollen Fans.
    Wenns wirklich klappen sollte,und der Aufstieg funktioniert,dann ist es sogar möglich,mit 2-3 kleinen Verstärkungen,nochmal hoch zu gehen.
    Wichtig ist auch das Herr Titz bleibt
    Aber wichtig ist,zusammenbleiben,zusammenhalten,zusammen hoch 2.
    Nur der RWE

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