All about Titz


Ach, was habe ich diese Wortspiele in den letzten Tagen geliebt, nachdem bekannt wurde, dass Christian Titz der neue Übungsleiter von Rot-Weiss Essen wird. Das Internet quoll förmlich über, und auch einige Essener Blogger/Fans/Spaßvögel einschließlich meiner Wenigkeit kamen einfach nicht daran vorbei, mit dem Namen Titz in Bezug auf… naja, Ihr wisst schon, einige Zoten zu reißen.

Gut, manch eine|r war vielleicht not amused, schließlich leben wir in politisch überaus korrekten Zeiten, in denen so einige Wortspiele schon mal in den Verdacht geraten, sexistisch zu sein. Sollte sich also jemand über diesen Umstand echauffieren: hey, es ist nur ein Spaß, wir sind immer noch beim Fußball und es kommt ganz sicher nicht wieder vor.

Außer, es bietet sich in den nächsten Jahren mal wieder etwas in dieser Richtung an.

Aber lassen wir nun dieses Thema hinter uns und beschäftigen uns mit der Person, mit dem Trainer Christian Titz.

Da kann ich für mich nur sagen: er war mir bis dato primär als ein Trainer bekannt, der, wie gefühlt 32 andere Trainer in den letzten 16 Jahren, beim HSV entlassen wurde. Aber ist das ein Negativkriterium, für die Verpflichtung eines neuen Übungsleiters? Nein, ganz sicher nicht. Denn dass man beim Hamburger Sportverein nach kürzester Zeit entlassen wird, das war in den letzten Spielzeiten so sicher, wie der Verschleiß von jeder Menge Stauder bei einem Heimspiel von Rot-Weiss Essen. Also eine glasklare Sache.

Wenn man sich dann etwas näher mit der Vita von Christian Titz beschäftigt, wird einem schnell klar, dass dieser Mensch ein Fußballbesessener im positiven Sinne ist, ein akribischer Tüftler, der neben seiner Tätigkeit als Vereinstrainer ein Online-Portal für Trainingslehre und Spielkultur betreibt sowie mehre Sachbücher zum Thema veröffentlicht hat. Jetzt werden einige vielleicht sagen, dass graue Theorie allein nicht weiterhilft. Stimmt, sage ich dann. Aber sie ist die Basis für alle Praxis.

Dazu ist Christian Titz ein Mensch, der für mich – schon in seiner Zeit beim HSV – sehr unaufgeregt herüberkommt, ohne jedoch den notwendigen Elan vermissen zu lassen, der gerade an der Essener Hafenstraße von nicht gerade geringer Bedeutung ist. Und explizit seine Ausführungen im Vorstellungsvideo des Vereins machen auf mich einen wirklich guten Eindruck.

Christian Titz bei Rot-Weiss Essen

So, was bleibt also noch zu sagen? Zuerst ein Dank an Karsten Neitzel und alles Gute auf dem weiteren Weg. Dass er hier mehr oder weniger glücklos blieb, lag ganz sicher nicht allein an ihm. Über die Hauptschuldigen der letzten Spielzeit auf dem Rasen habe ich mich schon oft genug in Rage geredet, ein weiteres Mal kann ich mir also sparen.

Verbleiben wir einfach wie folgt: wir gehen stark davon aus, mit Christian Titz einen Übungsleiter an die Hafenstraße geholt zu haben, der sein Handwerk beherrscht, gerne junge und hungrige Spieler in seine Teams einbaut und menschlich in Ordnung ist. Und wir sollten alle etwas ganz wichtiges beherzigen. So ein Radikalumbruch, wie er hier in Essen erfolgte und immer noch in Gang ist, der braucht unter Umständen auch etwas Zeit. Man darf also nicht erwarten, dass da schon am ersten Spieltag eine voll funktionsfähige und homogene Truppe auf dem Platz steht. Ich persönlich werde mein erstes Fazit nach dem 10. Spieltag ziehen. Und ich kann nur an jeden appellieren, dies auch so ähnlich zu handhaben. Und nicht auf der Tribüne die Nerven zu verlieren, falls es in den ersten Spielen noch etwas haken sollte. Denn das kann durchaus der Fall sein. Wichtig ist nur, dass eine Verbesserung erkennbar sein wird. Und das wird sie.

Nur der RWE.

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