Was wirklich wichtig ist


Nein, das war definitiv keine Fußball-Weltmeisterschaft, die länger als nötig in meiner Erinnerung bleiben wird. Was natürlich auch mit meinen persönlichen Vorlieben zu tun hat. Mein favourite team per Gefühl, die Squadra Azzurra, war so semi-intelligent, sich gar nicht erst für die Endrunde zu qualifizieren. Mein favourite team per Herkunft, Die Mannschaft (*hust*), schied nach blutleeren und uninspirierten Auftritten völlig zurecht nach der Vorrunde aus. Und mein favourite team per Leidenschaft, die Albiceleste, verabschiedete sich nach mehr als durchwachsenen Leistungen bereits im Achtelfinale. Da konnte auch Diegos göttlicher Beistand nichts mehr dran ändern.

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© Getty Images

Ja, als Fan von Rot-Weiss Essen, da hat man immer die richtigen Mannschaften am Start!

Aber Scherz beiseite. Es gab bei dieser WM wohl kein Spiel, über das man in 15, 20 Jahren noch explizit reden wird. Außer, man ist Franzose. Oder sehr genügsam. Das gesamte Turnier zog wie ein mäßig schneller Regionalexpress mit der üblichen Verspätung an mir vorbei und holte mich einfach nicht richtig ab. Moment, das kann ja so gar nicht sein. Immerhin sprach Gianni Infantino, allwissender und garantiert unbestechlicher FIFA-Präsident, von der „besten Weltmeisterschaft aller Zeiten“. Nun ja. Würde ich wahrscheinlich auch behaupten, wenn mein guter Kumpel Putin mich darum bitten würde. Es soll sie ja noch geben, diese echten Männerfreundschaften.

Über die Herren Grindel & Bierhoff muss man an dieser Stelle eigentlich kein weiteres Wort mehr verlieren. Was im Vorfeld der WM in der Causa Özil versäumt respekive unter den Tisch gekehrt wurde, damit die ach so heile DFB-Welt ihren Schein bewahrt, wurde nach dem sportlichen Supergau auf einmal zur DFB-Staatsräson erklärt. Ganz ehrlich – wenn du so charakterlose und aalglatte Typen wie Grindel oder Bierhoff zum Freund hast, dann brauchst du keine Feinde mehr.

Und nun? Zählt wieder das was wirklich wichtig ist. Die Regionalliga West, Rot-Weiss Essen und der angepeilte – ja, man kann sich da als Fan und/oder Blogger durchaus mal weit aus dem Fenster lehnen – Aufstieg 2019. Der Kollege von Nullsieben hat schon mal dargelegt, wie er sich den Saisonstart so vorstellt, und ich muss sagen, da sind wir d’accord.

Ja, ich weiß. Das geht nun schon seit sechs, sieben Jahren so. Bedingungsloser Optimismus vor Saisonbeginn, dann die Ernüchterung bis spätestens im November. Oder mal im Januar. Aber: scheiß der Hund drauf. Ich bin nicht Fan von RWE, um kleine Brötchen zu backen. Oder wegen der jüngeren Vergangenheit nicht auf eine bessere Zukunft zu hoffen. Der Kader gefällt mir wirklich gut, die Sonne scheint und ich habe ausnahmsweise mal richtig gute Laune.

In diesem Sinne, NUR DER RWE.

Ach so, wer es immer noch nicht gesehen hat – das hier ist wirklich großartig:

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3 Gedanken zu “Was wirklich wichtig ist

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