Dann geh doch zu Netto!


Genau, RWE-Coach Giannikis, Sie! Und ich kann Ihnen versichern – ich bin nicht wie das kleine, beleidigte Mädchen aus der TV-Werbung eines deutschen Discounters. Wirklich nicht. Nein, ich bin gerade nur eins: kalkuliert ablehnend.

Wissen Sie, das Problem ist folgendes. Ich weiß, dass wir in „modernen Zeiten“ leben. Dass nahezu jeder Mensch versucht, in seinem Beruf so schnell und so einfach wie möglich das Optimum zu erreichen. Die Karriere-, oder nennen wir sie besser Erfolgsleiter, so schnell wie möglich zu erklimmen. Das versucht ein IT-Angestellter, ein Kaufmann im Einzelhandel, ein Außendienstler, jeder. Also auch ein Fußballtrainer. Ich sage also nicht, dass dies per se nicht legitim ist.

Nur, Meister, es kommt dabei auch immer auf die Art und Weise an. Darauf, wie ich mich als Mensch verkaufe. Sie, Coach Giannikis, haben die nächste Stufe auf Ihrer Karriereleiter auf eine Art und Weise erklommen, die ich für ziemlich verachtenswert halte. Hätten Sie ganz zu Beginn, als die ersten Gerüchte über Ihren Wechsel aufkamen; oder auch noch etwas später, als die Gerüchteküche schon überbrodelte, so etwas wie eine klare Aussage – egal in welche Richtung! – getätigt, hätten Sie so etwas wie eine klare Kante gezeigt: niemand hier an der Hafenstraße in Essen hätte die Meinung über Sie, die nun geschlossen vorherrscht. Stattdessen haben sie lauwarme Dementis eingestreut und schlussendlich über Ihren Berater (!) nach ganzen sechs Ligaspielen dem Verein RWE mitteilen lassen, dass Sie Essen wieder verlassen. War über den Berater auch einfacher, nicht wahr?

Deswegen, Coach Giannikis, wird dies auch ein relativ kurzer Blogeintag. Weil Sie es schlicht und einfach nicht wert sind, mehr Zeit als nötig für Sie zu verwenden.

Dann gehen Sie doch nach Aalen. Und wissen Sie was? Gehen Sie noch diese Woche, nicht erst im Sommer. Denn Sie sind gar nicht mehr in der Lage, die versprochenen 100% für RWE zu geben. Und eins kann ich mir gut vorstellen… dass Sie in ein paar Jahren wehmütig an die Chance zurückdenken, die Sie bei einem Verein wie Rot-Weiss Essen hatten. Nur dann, Junge, dann ist es zu spät. Adiós.

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2 Gedanken zu “Dann geh doch zu Netto!

  1. Pingback: Heiteres Kandidaten-Raten – nullsiebenblog

  2. Genau richtig! – Dann eine Saison, die eh durch ist dazu nutzen, daß sich ein Neuer ein Bild vomm Kader machen kann, ihn einspielen lassen und im Sommer optimieren.
    Was muß das für eine Type sein, Freitagabend könnte er es den Verantwortlichen persönlich sagen und läßt es stattdessen via Berater raus.

    Gefällt 2 Personen

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