Wuppertaler SV vs. Rot-Weiss Essen


Spielberichte nach einem Spiel schreiben, das kann doch wirklich jeder (in Essen am analytischsten der Kollege von Nullsieben); so richtig schwer ist es jedoch, einen einigermaßen zutreffenden Spielbericht VOR einem Match zu verfassen. Hier also die Zusammenfassung des Spiels Wuppertaler SV vs. Rot-Weiss Essen am kommenden Sonntag, den 03. Dezember 2017.

„Etwa 4.500 zahlende Gästefans unter den 8.912 Zuschauern im Stadion am Wuppertaler Freilaufgehege waren schon vor dem Anpfiff bester Dinge. Denn der für seine Schlampigkeit und Dreistigkeit bekannte Ordnungsdienst der Wuppertaler, sonst immer für den einen oder anderen Fauxpas zu haben, sorgte diesmal für einen rechtzeitigen und vor allem reibungslosen Ablauf und Einlass durch die Tore ins Stadion der Talmenschen.

Und auch die erste Halbzeit war so ganz nach dem Geschmack des Essener Anhangs. Ein schneller Doppelpack durch Philipp Zeiger (12.) sowie Marcel Platzek (17.) sorgte für einen beruhigenden Zwischenstand, sodass sich schon recht bald die erste Schlange am wie immer unterbesetzten Bierausschank hinter der Gästetribüne bildete.

Gut zu beobachten auch die taktische und technische Raffinesse, mit der die von RWE-Trainer Argirios Giannikis bestens eingestellte Essener Truppe auf dem Platz den Gegner in seine schmalen Schranken wies. Ein schnelles Umschaltspiel, aggressives Forechecking nach eigenen Ballverlusten sowie eine äußerst variable Abwehr ließen die Handschrift des Ex-Karlsruhers erkennen; auch zeigte sich, dass Leidenschaft und eine gewisse Never-Give-Up-Mentalität mittlerweile fest zur DNA der Truppe von der Hafenstraße gehören.

Auch in der zweiten Halbzeit bot sich den Gästefans – die Heimfans verließen schon früh in Scharen das Stadion – trotz unangenehmen Temperaturen ein Bild der Zufriedenheit. Zweimal der unermüdliche Kai Pröger (47. und 81.) sowie noch einmal Marcel Platzek (66.) per Handelfmeter sorgten für einen klaren 5:0-Auswärtssieg der Essener, der schlussendlich hochverdient war und sogar um einige Tore höher hätte ausfallen können. Bezeichnend die drei Roten Karten, die sich frustrierte Spieler des WSV in der Schlussviertelstunde abholten; es passte zum desolaten Gesamtbild einer Wuppertaler Mannschaft, die ihrem Kontrahenten aus Essen in keiner Phase des Spiels auch nur halbwegs ebenbürtig war.

Aus einer rundum gelungen Gesamtleistung ist eigentlich – bis vielleicht auf die beiden Doppeltorschützen Platzek und Pröger – kein Spieler herauszuheben; eine Essener Mannschaft, die zu jedem Zeitpunkt als eingeschworenes Kollektiv überzeugte und nach diesem Kantersieg mit breiter Brust und Selbstvertrauen an die kommenden Aufgaben herangehen wird.

Zu erwähnen sind noch die Niederlagen von Viktoria Köln und dem KFC Uerdingen an diesem Wochenende, die den Abstand von Rot-Weiss Essen auf die vordersten Plätze wieder auf ein überschaubares Maß schrumpfen ließ.“

Hinweis: Dieser Spielbericht wird zwar aller Wahrscheinlichkeit nach Gültigkeit besitzen, trotzdem gibt der Autor keine Garantie für das Zustandekommen der beschriebenen Ereignisse. Echt nicht!

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4 Gedanken zu “Wuppertaler SV vs. Rot-Weiss Essen

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