Niederrheinpokal – the same procedure as every year, James


An diesem Wochenende steht für den schönsten Verein der Welt das Viertelfinale im Niederrheinpokal an, bei TuRU Düsseldorf (für Outsider – das ist ein Oberligist aus Düsseldorf, wie mir Herr Google gerade bestätigte). Nun wird sich der geneigte Fußballfan aus irgendeiner Ecke in Deutschland vielleicht fragen: Moment, Rot-Weiss Essen, dieser saucoole und seit jeher großartige Verein spielt nicht direkt im DFB-Pokal, sondern muss sich auf Verbandsebene für diesen erst qualifizieren?

So ist es.

Seit einigen Jahren schon.

Denn wenn man in einer der Regionalligen in diesem Land spielt, kommt man nicht umhin sich regional behaupten zu müssen, bevor man an die gelobten Fleischtöpfe des DFB-Pokals treten darf. Dabei sollten die Verantwortlichen für Essen eigentlich eine Art Sonderregelung, quasi eine Lex RWE einführen, die uns die manchmal mühselige und langwierige Qualifikation gegen Kirmestruppen wie Rot-Weiß Oberhausen, den Wuppertaler SV oder den KFC Uerdingen erspart, denn eigentlich gewinnen wir diesen Pokal eh immer. Und ziehen am Ende recht souverän in die 1. Runde des DFB-Pokals ein.

Und unser Auftreten in dieser ominösen 1. Runde gegen Gegner aus höheren Ligen, das war eigentlich immer mehr als okay. Hier nur mal als Beispiel die Resultate der letzten drei Jahre:

1. Runde DFB-Pokal 2017/2018: Rot-Weiss Essen vs. Borussia Mönchengladbach 1:2

1. Runde DFB-Pokal 2016/2017: Rot-Weiss Essen vs. Arminia Bielefeld 4:5 n. E.

1. Runde DFB-Pokal 2015/2016: Rot-Weiss Essen vs. Fortuna Düsseldorf 1:3 n. E.

Fällt Euch was auf? Richtig, gut erkannt. Wir haben zwar immer knapp den Kürzeren gezogen, rein ergebnistechnisch, waren aber in wirklich jedem der Spiele nahe dran am Einzug in die zweite Runde. Gegen Mönchengladbach und Bielefeld waren wir so ziemlich ebenbürtig, gegen Düsseldorf sogar überlegen. Das behaupte nicht nur ich. Manchmal bekommt man halt mehr Pech ab, als man eigentlich vertragen kann. Oder ertragen möchte. Und daher sind wir beim nächsten Mal ganz einfach dran, egal wie der Gegner heißt und aus welcher Liga er kommt. Mit dem Einzug in die zweite Runde.

Also, DFB und Fußballverband Niederrhein. Ihr seht, dass wir eigentlich für diesen DFB-Pokal prädestiniert sind, warum muss RWE also erst noch durch diese mühselige Qualifikation namens Niederrheinpokal und über die Dörfer des namensgebenden Flusses ziehen? Erspart uns dieses Procedere einfach und verleiht Rot-Weiss Essen den Status Gesetzt. Wenn das überhaupt ein Verein verdient hat, dann doch wohl ganz klar wir.

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