Flutlichtspiele


Ich liebe Fußballspiele unter Flutlicht.

Vielleicht hängt das damit zusammen, dass mein allererstes Spiel von RWE unter Flutlicht ausgetragen wurde. Ich kann mich, da ich wirklich noch extrem klein war – kleiner als eine Parkuhr – , eigentlich nicht mehr an viele Einzelheiten des Spiels erinnern. Außer, dass es an einem Freitagabend stattfand. Was ich aber heute noch recht deutlich vor Augen habe, ist das gleißende Licht der Flutlichtmasten im schon damals altehrwürdigen Georg-Melches-Stadion, welches ich, auf der Rückbank im Auto sitzend, schon auf der Bottroper Straße wahrnahm. Noch ziemlich weit entfernt vom GMS. Es zog mich magisch an.

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Aber wohl auch ohne dieses frühchristliche Erweckungserlebnis würde ich heute mit Sicherheit Flutlichtspiele lieben. Es ist alles irgendwie anders, als bei einem Spiel an einem Sonntagnachmittag. Realistischer, klarer; man ist gefühlt näher dran am Geschehen auf dem Rasen. Es entsteht eine ganz besondere Art von Tiefenschärfe, von struktureller Intensität. Und der Rasen, selbst wenn er mal im Winter schon etwas ramponiert ist, strahlt bei Spielen unter Flutlicht in einem besonders satten Grün. Man meint, ihn selbst weit oben auf der Tribüne fast noch riechen zu können.

Und wenn dann ein Flutlichtspiel an einem Freitagabend stattfindet, und nicht an einem usseligen Dienstag; wenn man auf diese Art und Weise ein Wochenende einläuten kann… nun ja. Dann ist das einfach nur ziemlich geil. An der Hafenstraße 97a. Unter Flutlicht.

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5 Gedanken zu “Flutlichtspiele

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