Vielleicht ist es Gold, was da glänzt

„Gold. Always believe in your soul. You’ve got the power to know, you’re indestructible. Always believe in, because you are – Gold“
– Spandau Ballet

Jetzt mal ehrlich, was ein erfolgreicher Saisonstart des eigenen Vereins so alles ausmachen kann. Montage sind nicht mehr ganz so trübe, kommen einem fast schon wie Freitage vor. Das miese Sommerwetter (just da ich dies hier schreibe, haben wir in Essen 13° bei grauem Himmel, und das am 11. August) ist fast egal, weil man – Achtung, schleimige Poesie: die Sonne im Herzen hat. Ist aber doch ganz schön, oder? Selbst mein Nachbar, der ölige und fast immer mit einem grenzdebilen Grinsen durch die Gegend dackelnde Schalke-Fan, ist im Moment ziemlich ruhig. Ist eh besser für ihn.

Selbst ein Unentschieden bei einem Aufsteiger erfährt nach den beiden Siegen zum Auftakt einen ganz anderen Point of View, als zum Beispiel noch in der letzten Saison. Und das ja auch völlig zurecht. Denn wenn man an die Stärke und die Moral des Teams glaubt, und das ist diese Saison wohl bei allen hier aus gutem Grund der Fall, dann geht so ein Remis völlig in Ordnung, auch wenn es wohl alles andere als ein spielerisches Highlight war. Aber, das waren Spiele in Wuppertal ja eh selten. Dazu fehlten verletzt zwei Drittel der Abteilung Attacke, ein weiterer Grund, dieses 0:0 in die geht-klar-Kiste zu packen. Und nicht in die verdammter-Mist-schon-wieder-so-ein-Unentschieden-Kiste, so wie viel zu oft in der letzten Spielzeit.

13732193_100741977039578_414885456_n

Und noch etwas ist anders, diese Saison. Das Grundvertrauen speziell vor einem nächsten Spiel, in diesem Fall vor dem Kick am Samstag gegen die kleine Vicky aus Köln, ist auf breiter Brust vorhanden. Ich kann mich noch an die letzte Saison – und an weite Teile der vorletzten – erinnern, als Spiele dieser Kategorie im Vorfeld eher für ein leichtes Magengrummeln sorgten, als für bedingungslosen und nach außen hin glaubwürdigen Optimismus. Und selbst wenn man gegen Klein-Vicky nicht 3 Punkte einfahren sollte – ich glaube allerdings an die volle Ausbeute – , es wäre ganz sicher kein Beinbruch. Denn, wie oben erwähnt, das solide Grundvertrauen in diese Mannschaft ist gegeben. Warum? Weil man merkt, dass diese Mannschaft sich selbst vertraut. Nichts ist wichtiger.

Ist es also wirklich schon alles Gold, was da so schön glänzt? Zumindest sieht es in diesen Tagen ein wenig so aus. Und ich sehe Gold lieber an der Essener Hafenstraße als an der Copacabana in Rio de Janeiro. Die Olympischen Spiele sind in 10 Tagen schon wieder vorbei. Die Essener Ambitionen auf einen Platz auf dem Treppchen haben gerade erst begonnen.

Advertisements

Deine Meinung?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s