Der Lego-Stein

Liebe Spieler von Rot-Weiss Essen,

wie Ihr sicher wisst, steht an diesem Freitag das erste von zwei „Derbys“ (ich kann das leider nur in Gänsefüßchen setzen…) gegen den Essener Stadtteilverein FC Kray an. Wie Euch weiterhin bekannt sein dürfte, hat RWE in der letzten Spielzeit beide Matches gegen ebendiesen FC Kray verloren. Um nicht zu sagen, gnadenlos in den Sand gesetzt. Vor die Wand gefahren. Dass man den FC Kray dann wenigstens noch im Halbfinale des Niederrheinpokals bezwingen konnte, gut. Es war eine kleine Genugtuung. Aber unter dem Strich stehen zwei Saisonniederlagen die noch heute schmerzen. Wie ein auf dem Teppich liegender Lego-Stein, auf den man zweimal mit nackten Füßen tritt. Kleiner Stein, ziemlich fieses Autsch. Väter kennen das. Mütter sowieso.

Auch Ihr neuen Spieler werdet sicherlich über die damals schon für Rot-Weiss kickenden Kollegen von dieser doppelten Demütigung erfahren haben. Ich möchte den FC Kray jetzt gar nicht mal schlechtreden. Denn wer in der Regionalliga spielt, der hat es sich auch verdient. So oder so.

Nur, Ihr spielt für Rot-Weiss Essen. Das heißt, ihr solltet gegen Kray nach Möglichkeit nicht verlieren. 4 Punkte aus 2 Spielen, okay. Das wäre durchaus diskutabel. 0 Punkte, wie letzte Saison – nicht.

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Ob diese bislang enttäuschende Spielzeit noch Erfeuliches zu bieten hat, das wird man sehen. In der Liga kann, sollte es eigentlich nur noch nach oben gehen. Um zumindest einen halbwegs versöhnlichen Tabellenplatz zu erreichen. Im Niederrheinpokal steht RWE im Halbfinale, es winkt eine neuerliche Teilnahme am DFB-Pokal. Jungs, macht was draus. Und vor allem – macht was aus diesen beiden Spielen gegen Kray. Reißt Euch – auf gut Deutsch – den Hintern auf. Schaut mal, kurz bevor Ihr am Freitag ins Stadion an der Hafenstraße einlauft, links auf Eure Brust. Dort findet sich ein Vereinsemblem. Ihr müsst es nicht demonstrativ küssen, so einen Nonsens will niemand sehen und erwartet hier auch keiner. Aber schaut einfach mal drauf. Oder berührt rechts im Spielertunnel das bandagierte Knie von Franz „Penny“ Islacker. Man sagt, es bringt einen Extraschub Motivation. Probiert es einfach mal aus. Denn es wäre ziemlich unangenehm, noch einmal auf einen Lego-Stein zu treten.

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