Wochen der Entscheidung

Lotte. Ahlen. Aachen. Schalke II. Oberhausen. Das sind die 5 Gegner, die 5 Spiele, die in den nächsten rund 4 Wochen – bis einschließlich 15. November – auf Rot-Weiss Essen zukommen. Danach, schon mit Last Christmas von Wham! (ich kann’s nicht mehr hören) im Ohr und Glühwein mit Schuss in der Hand, nur noch Kray und BVB II. Dann ist mal wieder Winterpause/Weihnachten/das übliche Gedöns im Winter eben. Oh, sehe gerade, ich habe das hier Wochen der Entscheidung genannt. Okay, ist vielleicht etwas zu melodramatisch. Wahrscheinlich träfe Wochen der Hoffnung es auch besser. Obwohl, beides klingt schwer nach Rosamunde Pilcher.

Fakt ist wohl, selbst wenn mit der neu zusammengestellten Mannschaft in dieser Saison nicht der mögliche Aufstieg als erklärtes Ziel eventuell angesehen werden kann – ich formuliere das bewusst total schwammig, wie das alle Vereinsvertreter aller Vereine immer tun -, eines wäre aber schon ganz schön, und würde die Zeit des oben erwähnten Gedöns (blöder Schnee fällt bestimmt auch noch) sicher etwas angenehmer gestalten. Und zwar, wenn man in der 4. Jahreszeit die Hoffnung und vor allem die Zuversicht pflegen kann, dass RWE in der Lage sein wird, bis zum Ende der Saison ziemlich weit oben in der Tabelle ein gesalzenes Wörtchen mitzureden. Nein, einen Aufstieg kann man immer noch nicht kaufen oder erzwingen. Auch wenn das manche wie ein Mantra herunterleiern. Aber, man kann gute Voraussetzungen dafür schaffen.

Nämlich als Trainer eine Mannschaft kreieren – oder, noch besser, eine Mannschaft vollzieht dies eigenständig – die homogen, selbstbewusst und im Stile eines künftigen Champions auftritt. Machen wir uns nichts vor – ich traue das Chefcoach Jan Siewert absolut zu. Und ich denke, das Potential ist bei den Spielern physisch wie auch psychisch (mental auch!) gegeben. Das ist zur Zeit irgendwie mein Mantra. Verdammt, es ist ewig her, dass RWE ein paar Spieltage vor Schluss noch in einen Meisterschaftskampf eingreifen konnte. Es sehr lange sehr spannend war. Ich weiß, man kann’s nicht erzwingen. Und schon gar nicht beschreien. Aber man kann es sich wünschen. Und wenn man die letzten Spiele verfolgt hat, dann hat man schon die Hoffnung (call it Zuversicht), dass man damit nicht alleine wie ein Depp in der Ecke steht. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich eh zuletzt. Also, 3 Punkte in Lotte bitte. Oder zumindest ein fetziges und sehenswertes Remis beim Tabellenzweiten. Wäre eine gute Grundlage. Und ein schönes Wochenende.

P.S.: Während ich dies schreibe, schneit es tatsächlich schon in Essen. Man hat’s wirklich nicht leicht. Last Christmas I gave you my heart. But the very next day you gave it away... Herr im Himmel.

Advertisements

Deine Meinung?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s