Eine Ode an den Spieltag

Nein, dies hier ist keine Aufforderung à la Ich verpasse nie ein Spiel! oder Durch Wind, Regen, Schnee und einen Meteoritenhagel!

Ich habe genug Spiele einfach so verpasst, und auch schon mal bei sehr schönem Wetter einen Besuch des Baldeneysees vorgezogen. Oder bei schlechtem – die heimische Couch oder Kneipe. Ich muss ja nicht, wenn ich irgendwann an die Himmelspforte klopfe (oder eine andere, fünf Etagen tiefer), eine Stempelkarte vorzeigen, auf der all meine Stadionbesuche für den Pförtner ersichtlich sind. Das gilt nur für Schalker. Wer mindestens 10 Mal in der Veltins-Arena war, der ist für alle Zeiten verflucht und muss in der Unterwelt auf ewig Frauentausch auf RTL II sehen. Da hilft dann auch kein Meineid. Aber ich schweife ab.

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Nein, das Problem ist: Wenn man… nein, ich spreche nur für mich. Wenn ich also ein Heimspiel verpasse, dann habe ich irgendwie ein merkwürdiges, ungutes Gefühl. Während der 90 Minuten des Spiels, und auch sanft abklingend danach. Das gilt, wohlgemerkt, nur für Heimspiele. Dahingehend, dass ich totalen Schiss habe etwas zu verpassen. Was auch immer; einen hohen Kantersieg, ein geiles Tor des Jahres, ein monströses Eigentor in bester Horst-Hrubesch-Manier (hallo, Herr H.), sechs Rote Karten in einer knüppelharten Partie, eine lustige Begebenheit auf den Rängen, oder einen 50-Euro-Schein, der in der Herrentoilette auf dem Boden liegt und auf mich wartet. Es gibt ziemlich viele Dinge dieser Art, und jeder hat sicherlich auch so eine Liste, ganz allein für sich oder seine Gruppe.

Und ich bin verdammt ehrlich – meine Motivation, meine Lust, mir am morgigen Dienstag (mit der beschissenste Tag für ein Fußballspiel) das Match gegen Fortuna Düsseldorf II (Zweitvertretungen, mit die besch… Gegner in der Regionalliga) zu geben, tendiert wegen vorgenannter Umstände und den zuletzt gezeigten Leistungen und erzielten Ergebnissen gen Null.

Aber! Ich bin trotzdem da. Und wer nicht kommt – hey, Du könntest etwas verpassen. Natürlich könnte man auch prophezeien, dass man sich etwas erspart. Aber wenn ich anfange so zu denken, dann kann ich das alles direkt in die Tonne kloppen. Meine Besuche im Stadion, diesen Blog hier. Ich suche mir also irgendein Spiel im Winter aus, bei -14° C und heftigem Schneefall. Vielleicht auch einem Meteoritenhagel. Dann lockt die bequeme Couch. Also, bis morgen im Stadion Essen. Und übrigens – auf RTL II kommt morgen Abend irgendwas mit Daniela Katzenberger. Wer das unbedingt sehen will, der kann’s sich auch aufzeichnen.

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