Summer in the City

„Hot town, summer in the city, back of my neck gettin‘ dirt and gritty. But at night it’s a different world. Go out and find a girl. Come on, come on and dance all night, despite the heat it’ll be alright.“


So, wie der gefühlt richtige Sommer auf sich warten lässt (heute hat es zwar um die 29°, aber schon nächste Woche kühlt es wieder merklich ab), so warten und harren wir der Dinge die da kommen, vorrangig der Vorstellung des neuen Trainers des Kult- und Lieblingsvereins des DFB, Rot-Weiss Essen. Gott schütze ihn in seiner einmaligen Erhabenheit (RWE, nicht DFB!), das aber nur so am Rande. Dass der Vorstand von Rot-Weiss schon weiß, welcher Kandidat das Rennen macht, aber es noch nicht kommuniziert, nun ja. Finde ich persönlich etwas merkwürdig, aber man steckt ja nicht drin. Aber spätestens Mitte nächster Woche, wenn es denn dann soweit ist, werden wir wohl en détail über alles informiert. Auf jeden Fall können wir, wenn Stephan Engels/Jan Siewert/Peter Neururer/Michael Lorenz/Claudia Effenberg/Mirko Slomka/Hape Kerkeling/Uwe Strootmann/Carlos Ancelotti das Licht des Stadioninneren erblickt, begeistert ausrufen: Es ist ein Junge!

Es ist Fortuna Düsseldorf! konnte man dagegen bei geöffnetem Fenster vor zwei Tagen laut und deutlich vernehmen, gegen 23.18 Uhr und im fast gesamten Essener Stadtgebiet. Eine Pokalauslosung, ähnlich interessant gestaltet und produziert, wie das umwerfend fesselnde Finale des Finales einer DSDS-Staffel. Kann man mögen, muss man nicht. Ich mag’s nicht. Aber hey, wir leben im Jahr 2015, seit rund 30 Jahren gibt es die Privaten, mit ihrem absolut lächerlichen Hang, wirklich alles zu einem wunderschönen Event für Lieschen Müller und ihren schlafenden Gatten zu gestalten. Und die Öffentlich-Rechtlichen, deren Etat dank GEZ-Gebühren in etwa dem der FIFA ähnelt, oder dem Bruttoinlandsprodukt von Albanien, haben natürlich schon lange nachgezogen, und verwandeln jede Sendung in einen großen, bunten und knalligen Blumenstrauß. Den man am liebsten mit Schmackes aus dem Fenster werfen würde. Sieht aber doof aus und kostet, ein Flatscreen auf dem Weg in den gepflegten Vorgarten. Also, nicht meckern, sondern so nehmen wie es ist. Oder per Satellit das albanische Staatsfernsehen sehen, das ist noch kulturell wertvoll in schwarz-weiß gehalten und herrlich unaufgeregt. Ich habe die Auslosung in der ARD übrigens ohne Ton gesehen, mit Depeche Mode im CD-Player. Ging ganz gut.

Aber, bei aller Euphorie, bitte das Wesentliche nicht vergessen – den Ligastart. Meines Wissens, und das ist wie immer sehr limitiert, beginnend mit einer Partie am Abend des 31. Juli. 2015. Ey, WFLV, könnten wir da bitte Aachen haben? Unter Flutlicht, an der Hafenstraße? Wäre doch ein schöner Kracher, gleich zu Beginn. Und die schnellstmögliche Gelegenheit für Revanche. Rache, die, wie schon die alten Klingonen wussten, ein Gericht ist welches am besten kalt serviert wird. Was dann jedoch nicht zum Summer in the City passt. Aber das wäre egal, bei 7 Punkten aus den ersten drei Ligaspielen, und einem 4:2 n.V. in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals gegen Fotuna Düsseldorf. Und als nächstem Gegner Schalke 04. Meinetwegen kann es dann wochenlang wie aus Eimern schütten.

P.S.: Albanien musste dran glauben, weil es das einzige Land Europas ist, aus dem ich keine Aufrufe auf meinem Blog habe. Sorry, liebe Albaner.

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