Won’t get fooled again


Ausgerechnet Kray. War mein erster Gedanke, als ich vom Verein gebeten wurde, eine kurze Story über den heutigen Gegner im Niederrheinpokal für das Stadion-Magazin kurze fuffzehn zu schreiben. Lieber wäre mir etwas über Tim Hermes, den Baldeneysee oder Kate Moss gewesen. Aber, man nimmt was kommt. Wie im Pokal. Man muss ja.

Nun also der FC Kray. Für den FC Kray gilt – wie für jeden anderen Verein eigentlich auch – das leicht abgewandelte Swingerclub-Motto „Kann man mögen, muss man aber nicht“. Was man aber auf jeden Fall tun sollte – den Krayern ziemlich großen Respekt zu erweisen. Denn was dort nun schon seit ein paar Jahren passiert, was an der Buderusstraße mit relativ bescheidenen Mitten auf die Beine gestellt wurde und wird, das ist alles andere als normal und selbstverständlich. Der Kray-Macher Günther Oberholz sieht zwar ein wenig aus wie der ältere Bruder von Michael Wendler, liefert aber deutlich bessere und nachhaltigere Arbeit ab. Wer das nicht er- und anerkennt, der hört wahrscheinlich wirklich Michael Wendler. Den soll es ja tatsächlich immer noch geben. Eigentlich ist mein wirklicher Grund für „Ausgerechnet Kray“ ja der, dass in einem entlegenen Winkel meiner linken Herzklappe immer noch der ETB Schwarz-Weiß Zuflucht findet. Umgeben von ganz viel Rot-Weiss. Ja, ich weiß. Aber egal. Für gewisse Vorlieben muss man sich nicht rechtfertigen. Siehe Swingerclub-Motto.

Aber wenn man sieht, was in den letzten Jahren am Uhlenkrug so alles schiefgelaufen ist und vor die Wand gefahren wurde…um so mehr, wie bereits erwähnt, Respekt für die Krayer. Und doch tut es natürlich etwas weh, über Kray zu schreiben, weil uns die Jungs eine der größten Blamagen der jüngeren Vereinsgeschichte zugefügt haben. Denn – ich muss das für auswärtige Besucher des heutigen Spiels leider erwähnen – sie gewannen beide Ligaspiele gegen uns in dieser Saison. Beide. Beide im Stadion Essen. Aber das jetzt noch explizit abzuhandeln, das muss nun auch nicht sein. Der Stachel sitzt noch tief genug.

Was also vom Tage übrig blieb…das heutige Pokalspiel. Die kleinstmögliche Form der Wiedergutmachung, für Rot-Weiss Essen. Ganz speziell für die Mannschaft. Aber auch ein möglicher, maximaler Ertrag. Nämlich ein Schritt auf dem Weg zum Gewinn des Niederrhein-Pokals, zum Einzug in den DFB-Pokal. Zwar warten auf diesem (bei einem Sieg heute, aber davon gehe ich aus) noch Gegner vom Kaliber eines MSV Duisburg, aber schon Michael Wendler sang ja damals in einem seiner unvergessenen internationalen Erfolge: „Wer gegen Kray besteht, der fürchtet nichts mehr“. In diesem Sinne – Forza RWE. We won’t get fooled again.

 

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