Am Rande des Nervenzusammenbruchs


Man, was für ein Spiel an der Essener Hafenstraße gegen Rot-Weiß Oberhausen! Rückstand, Ausgleich, gleich im Dreierpack, elektrisierende Stimmung, dichte Atmosphäre, 8 Tore, teilweiser alter, ganz alter GMS-Roar…

…dabei kann ich das gar nicht wissen, denn ich war nicht da.

Krankheitsbedingt schon seit Tagen klar, wurde also der heutige Tag ab 13:55 strategisch durchgeplant. Ausreichend Ibuprofen 600, keine Wege, die den Weg zu einer Toilette länger als 90 Sekunden werden lassen, abscheulicher leckerer Zwieback, dazu so ein Orangentee, der laut einer Freundin zwar helfen soll, aber schmeckt wie Affenkot. Wenigstens hat er die Farbe von Bier. Also fast. Und im strategischen Mittelpunkt des Ganzen: Der Liveticker von RevierSport. Von dessen Existenz ich zwar wusste, aber nur von sporadischen Besuchen. Dies war des erste Mal, dass ich dort ein Spiel von der ersten bis zur letzten Minute verfolgen sollte. Vielleicht habe ich mir das falsche ausgesucht.

Es ist ja nicht so, dass man nicht über alle grundlegend wichtigen Dinge schnellstmöglich informiert wird. Das wird man. Aber, es fehlt ein Zusammenhang über zwei, drei Meldungen hinaus, jede Stringenz, jeder Spannungsaufbau. Oder was Frauen gerne im Bett einfordern – Emotionen und Hingabe.

  • Ecke für RWO.
  • Wieder ist Baier dazwischen und klärt per Kopf. Es ist weiterhin ein offener Schlagabtausch.
  • Wenn wir schon von starken Leistungen sprechen. RWO-Angreifer David Jansen macht ebenfalls ein überragendes Spiel. Die Essener Defensive bekommt ihn nicht in den Griff.
  • Tor für Rot-Weiß Oberhausen (2:3).
    Torschütze: Scheelen.

Bääm.

Lieber RevierSport, das ist nichts Persönliches, noch nicht mal die beste Edeltippse kann so schnell die Tastatur beackern, wie die 22 Akrobaten da unten auf dem Platz zeitweise den Ball verlieren und wieder zurückerobern. Wahrscheinlich sieht es bei allen Livetickern auf dieser Welt so aus. Nur – dies ist die Form, in der ich Fußball als allerletztes konsumieren möchte. Nur wenn ich krank bin. Nein, falsch, auch dann nicht, denn so ein Liveticker trägt auf gar keinen Fall zur Gesundung bei. Nick Hornby sagte einmal sinngemäß: Fußball im Radio zu hören, ist wie 90 Minuten in den Lauf einer Pistole zu starren. Und du weißt nicht, wann es dich erwischt. Ja, Fußball im Radio ist für mich dasselbe wie Fußball im Liveticker. Niemand kann dir etwas so schnell erkennbar und ersichtlich machen – wie die eigenen Augen. Aber dafür muss man ins Stadion. Und falls das irgendwann mal wieder nicht klappen sollte – mir reicht dann ganz ehrlich jeweils ein Blick aufs Halbzeit- und Endresultat. Das schont die Nerven eines RWE-Patienten.

Zum Spiel…waren da, nur eventuell, so ein paar Problemzönchen in der Abwehr, und zwischen Abwehr und Mittelfeld? Ich kann es nicht beurteilen, denn ich war nicht da.

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