Prinzip Hoffnung

Endlich vorbei! Seit Wochen, Monaten herbeigesehnt, nun endlich Realität. Das Saisonende. Eine Spielzeit, im Großen und Ganzen so ansehnlich wie eine Hafennutte nach einer 12-Stunden-Schicht, ein VW Golf nach einer Frontalkollision mit einem 30-Tonner auf der B224 oder ein leeres Bierglas. Oder Weinglas, wer möchte. Vergleichbar der Fieberkurve eines Schwerkranken, mit gleichmäßig hohem Fieber, nur an 4, 5 Tagen im Vollbesitz seiner Kräfte. Sprich – 4, 5 Spiele, in denen Einsatz, Spielfreude und Ergebnis eine segensreiche Troika eingingen. Natürlich ist all das subjektiv, mancher wird statt der 4, 5 vielleicht 10 Spiele dieser Art gesehen haben, ein Anderer exakt 0.

Worin aber sicher kein Zweifel besteht, die Saison kann weg, die muss in meiner Erinnerung nie wieder auftauchen. Zu viele Grabenkämpfe auf den Rängen, Rasenkrämpfe auf dem Platz sowie vor fast eigentlich jedem Heimspiel das Gefühl – Hömma, bleib zu Hause. Egal was du machst, ist alles witziger als wieder den Deppen zuzusehen. Aber, und das kennt ja schließlich auch jeder, natürlich begab man sich trotzdem auf den Weg zur Hafenstraße 97a, Optimismus, juhu, Realitätsverlust, her damit. Wird schon.

Fakt jedoch ist, auch wenn man vielleicht auf den RWE Stand heute so wenig Bock hat wie auf eine Wurzelbehandlung ohne Narkose – je länger die Pause dauert, die Zeit ohne RWE, desto stärker wird das Verlangen, die Gier, die Lust, die Begierde, die Anschwellung…ich schweife ab. 

Ein Trost, respektive eine Überbrückung, ist für manche sicher die WM. Für mich nicht, ich stehe auf Vereinsfußball, was die Nutella-Boys unter Nivea-Jogi (wer die Tage bei Rossmann ist – es gibt eine Joachim-Löw-Pflegeserie von Nivea, mit einem DFB-Shirt. 20 Euro oder so. Gruselig) in Brasilien machen, interessiert mich nur am Rande. Ich bin mit Killern wie Augenthaler, den Förster-Brüdern oder Hans-Peter Briegel damals als Kind vorm Fernseher groß geworden, die in wunderbarer Schönheit sterbenden Frisur-Opfer von „La Mannschaft“ haben meinen Segen nicht. 

Bleibt abschließend zu hoffen, dass die Neuverpflichtungen für die nächste Saison einschlagen. Denn mit Namen wie Wingerter, Knappmann, Langlitz etc. verband man schon vor der abgelaufenen Saison – das Prinzip Hoffnung.

Zur Abschreckung

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