Pro, Contra und billiger Populismus

Herrlich, diese Debatten um den Messe-Umbau. Oder vielmehr, um ein von Linkspartei und Grünen auf den krummen Weg gebrachtes Bürgerbegehren, welches die dringend benötigte Finanzspritze für die Messe Essen verhindern soll. Bürger, empört Euch! 123 Millionen Euro! Die sollte man doch besser in Kitas und Schulen stecken! Und in Straßen, Kultur- und Sportstätten!

Was für ein billiger, leicht durchschaubarer Populismus… Wer sich auch nur etwas mit der Thematik auseinandersetzt, weiß es besser. Wenn die 123 Millionen für den Umbau gestrichen werden, kommt von diesem Betrag nicht auch nur ein einziger, müder Cent einer anderen Einrichtung zugute. Die Stadt Essen hat zwei separate Haushalte, einen für den Verwaltungsbetrieb, den anderen für Investitionen. Investitionen in die Zukunft. Diese Haushalte berühren sich nicht, es werden keine Gelder hin oder her geschoben. Die Stadt gewährt der Messe einen Kredit, den diese über Jahre begleicht. Aber, mit Tatsachen und Argumenten braucht man den Messegegnern nicht kommen. Kitas! Schulen! Brüll! Wrobel raus! Ach ne, das war eine andere Baustelle.  Alles schön und gut, hat aber mit der Messe rein gar nichts zu tun.

Aber das passt zur Linkspartei, der treibenden Kraft hinter dieser Aktion. Die hätten auch gerne einen NATO-Austritt, freie Nutzung des ÖPNV für alle (Fände ich prima, da ich den ÖPNV täglich nutze. Bin aber nicht so naiv, zu denken dass dies möglich und finanzierbar wäre. Hirngespinste) und Sankt Martin soll doch bitte in „Sonne-Mond-und-Sterne-Fest“ umbenannt werden. I break together. Vielleicht auch noch die 6-Stunden-Woche, natürlich bei vollem Lohnausgleich. Man muss gar nicht die Tatsache anführen, dass an einer prosperierenden Messe eine Vielzahl von Arbeitsplätzen hängt. Oder sie ein Aushängeschild der Stadt ist, welches nicht vor die Hunde kommen darf. Es reicht eigentlich aus, die „Argumente“ der Messegegner als das zu entlarven was sie sind. Unwahrheiten. Unsinn im Quadrat. Ein profaner Versuch der Rattenfängerei.

Interessant auch, welche politischen Kräfte dieses Bürgerbegehren nach Kräften unterstützen. Die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands sowie die Deutsche Kommunistische Partei. Ich verstehe mich zwar als Sozialdemokrat, aber da hört der Spaß nun wirklich auf. Am 19.01. mit Nein stimmen. Ohne Spaß.

P.S.: Beide Parteien möchten bitte direkt nach dem 19.01. ihre Plakate wieder abhängen, mit denen Essen so großzügig bepflastert wurde. Nach der Bundestagswahl hingen die noch wochenlang, faulten vor sich hin und verschandelten das Stadtbild. Aber das tun Wahlplakate ja eigentlich immer.

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