Karstadt Sport präsentiert


…die heutige Zuschauerzahl. Ja, danke. Ist jetzt aber nicht so spannend. Jeder, der zumindest 6 oder 7 Heimspiele besucht hat, kann die in etwa abschätzen. Ob 10.492, bei einem Derby im Sommer und einer vorherigen Erfolgsserie, oder 7.048, an einem nasskalten Herbstabend und zwei vorher verlorenen Spielen. Zweiteres hatten wir ja noch nie. Interessant wäre es doch mal zu erfahren, wie sich die Masse zusammensetzt. Wie hoch ist der Frauenanteil (seit den frühen 90ern um gefühlte 500% gestiegen), wie verteilt es sich auf die verschiedenen Altersgruppen. Ist der durchschnittliche Besucher ein 24-jähriger Jungspund mit schwachem Bartwuchs, oder ein 42-jähriger Rheumatiker mit Asthma und Schnappatmung? Auch die Gewohnheiten wären interessant, wie viele sind Raucher (oder kiffen mal ganz gerne, Teil einer subversiven Tribünenkultur), leichte Alkoholiker oder ausgewachsene Spiegeltrinker. Von den Dauerkartenbesitzern (die ja immer alle mitgezählt werden), wie viele sind tatsächlich im Stadion. Oder liegen im Krankenhaus oder am Strand auf Gran Canaria. Wie hoch ist der Anteil von weiblichen Singles, wer kommt nur mit weil er vom Partner mit liebevoller und trotzdem energischer Gewalt dazu gezwungen wird, hat sich jemand einfach nur verlaufen, weil er an einem Freitagabend der Menge Richtung Licht gefolgt ist. Fragen über Fragen. Natürlich, ist mir schon klar, wird man all das nie erfahren. Denn dafür müsste man eine großangelegte Fragebogenaktion starten, die wiederum an eine Volkszählung erinnern würde, was in Zeiten von NSA und Kollegen nicht besonders gut ankommen würde. Mir wäre es egal. Aber wer gibt schon freiwillig zu, dass er Spiegeltrinker ist und sich verlaufen hat. Und wieder geht eine Hand nach oben.

An dieser Stelle, in eigener Sache, da ich in dieser Branche arbeite: Was durchaus möglich wäre – ein vergünstigtes Tagesticket für Erwerbslose, Sozialhilfeempfänger etc. Denn nicht jeder Bedürftige kann oder will sich die ermäßigte Saisonkarte leisten. Einfach mal darüber Gedanken machen. Eine separate Kasse an der Rahn-Tribüne, mit einer vorher kurz geschulten Kassiererin, die dann weiß was als Vorlage für den Erwerb einer solchen Karte infrage käme. Dürfte nicht so schwer sein. Gehört dazu, meiner Meinung nach, wenn man als Verein eine soziale Verantwortung stemmen möchte. Dankeschön.

Ach so, ich hätte auch gerne einen trockenen Rioja im Ausschank, dafür kann man die Fassbrause entfernen. Die kann weg.

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